2025 HM Müller
„Mit dir steht die Welt nicht still – Eine Liebe nach dem Holocaust“
Am Donnerstag, dem 26. Juni 2025, stellte Melissa Müller ihr neues Buch „Mit dir steht die Welt nicht still – Eine Liebe nach dem Holocaust“ in der Zentralbibliothek vor – eine Veranstaltung, die gemeinsam mit dem Verein Zeit-Geschichte(n) realisiert wurde. Die Autorin begeisterte das zahlreich erschienene Publikum nicht nur mit den vorgelesenen Abschnitten aus dem Buch, sondern auch mit vielen interessanten Details aus den Briefen von Nannette und John, die nicht in das Buch aufgenommen wurden.
Das Buch handelt von der Liebesgeschichte zwischen Nannette Blitz und John Konig. Beide haben den Zweiten Weltkrieg überlebt – John in London und Nannette in Amsterdam, bis sie ins KZ Bergen-Belsen deportiert wurde. 1951 begegnen sich die beiden und sie beginnen danach, sich Briefe zu schreiben, da John nach Brasilien gegangen ist. Eineinhalb Jahre hielten sie Kontakt. Als sie sich wiedersehen, ist beiden bereits in vielen Briefen zuvor klar geworden, dass sie heiraten werden.
Melissa Müller beleuchtete durch intensive Recherche aber auch die Familiengeschichte der beiden. So erhielt man auch einen Einblick in die Kindheit der beiden.
Sie berichtete ebenso von ihren Treffen mit John und Nannette und vom holprigen Start ihrer Bekanntschaft. Ein Satz aus der Veranstaltung, der im Kopf blieb, war, als John zu Frau Müller sagte „Was heißt schon, ich liebe dich?“. Liebe kann auf so viele Arten gezeigt werden, dafür sind nicht immer die berühmten drei Worte nötig.
Melissa Müller – bekannt durch ihre Bücher „Das Mädchen Anne Frank“ oder „Bis zur letzten Stunde – Hitlers Sekretärin erzählt ihr Leben“, hält sich derzeit regelmäßig in Halle auf und nutzte die Gelegenheit, um ihr aktuelles Werk persönlich vorzustellen.
Wir bedanken uns herzlich bei Frau Müller für die bewegende Vorstellung ihres Buches.

